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Hochwasser-Glossar


Vb-Wetterlage

Eine Vb-Wetterlage (V = römisch 5) ist durch eine Zugbahn eines Tiefdruckgebietes von Genua über die Alpen hinweg nordöstlich gekennzeichnet. Üblicherweise ziehen Tiefdruckgebiete, die das Wetter in West-, Mittel und z. T. auch Osteuropa bestimmen, vom Atlantik herkommend von West nach Ost. Dringt nun eine Kaltfront von Norden weiter als üblich nach Süden vor, wird ein Atlantiktief nach Südost abgelenkt. Es zieht dann über Südfrankreich/ Spanien zum Mittelmeer, wo es sich durch das warme Wasser verstärkt mit Feuchtigkeit auflädt. Auf dem weiteren Weg nach Nordost über Italien, Slowenien, Tschechien nach Polen/ Osteuropa müssen die Luftmassen an den Gebirgen aufsteigen, wodurch sie sich abkühlen, was häufig Starkregen verursacht. Treffen die wasserreichen Wolken auf die nach Süden vorgerückte Kaltfront, kommt es meist zu sintflutartigen Niederschlägen. Im Alpenraum und auch in den nördlich angrenzenden Ländern ist die Vb-Lage wegen den oftmals heftigen Niederschlägen gefürchtet. Berühmte, wenn auch verheerende Beispiel für deren Folgen waren das Oderhochwasser 1997 und das Elbehochwasser 2002, das Alpenhochwasser 2005 sowie auch die Überschwemmungen in der Schweiz von 1987 (Gotthardgebiet), 1993 (Brig), 2000 (Gondo) und 2001 (Weichsel).

Quelle: Mudelsee et al., 2004

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Quelle: THW
Teilnehmende Helmholtz-Zentren:
Alfred-Wegener-Institut (AWI)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ Potsdam)
GKSS Forschungszentrum Geesthacht