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Hochwasser-Glossar


Polder

Allgemein: Zum Schutz gegen Überflutung eingedeichte Niederung. Ein Typ von Retentionsraum. Seitlich eines Fließgewässers, meist tief liegendes, Gelände, das durch Deiche von ihm abgetrennt ist. Bei Hochwasser können die Polder gezielt geflutet werden, um Wasser zurückzuhalten und den Hochwasserscheitel zu senken. Nach Unterschreitung des kritischen Abflusses wird der Polder wieder entleert. Dazu müssen bei Poldern, deren Sohle unterhalb des Flusswasserspiegels liegen, Pumpen eingesetzt werden. Je nach Wirkungsweise kann man dabei zwischen steuerbaren und nicht steuerbaren Poldern unterscheiden. In Zeiten ohne Einstau kann ein Polder landwirtschaftlich oder anderweitig genutzt werden, aber unter der Bedingung des Umbruchverbots (Verbot der Nutzungsänderung von Grünland als Ackerland, Umpflügeverbot). Selten benötigte Polder laufen Gefahr, dass sich mit der Zeit eine immer hochwertigere Nutzung einstellt, die sogar dazu führen kann, dass sie für ihren eigentlichen Zweck nicht mehr einsetzbar sind.

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Quelle: THW
Teilnehmende Helmholtz-Zentren:
Alfred-Wegener-Institut (AWI)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ Potsdam)
GKSS Forschungszentrum Geesthacht