Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Am 21. April 2010 kam es zu einer folgenschweren Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko, 80 km vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana. Die Bohrinsel fing sofort Feuer und es kam zu einem Großbrand infolge dessen 11 Arbeiter vermisst wurden und vermutlich ums Leben kamen. Am Tag nach der Explosion sank die Bohrinsel und liegt ca. 400 m nordwestlich der Ölquelle auf dem ca. 1500 m tiefen Meeresgrund. Schätzungen zufolge strömen pro Tag bis zu 800.000 Liter Rohöl aus drei Öffnungen der Ölquelle ins Meer und bedrohen das marine Ökosystem im Golf vom Mexiko sowie die sensiblen Küstengebiete Louisianas und das Mississippi-Delta. Anstrengungen die Lecks am Meeresboden zu schließen waren bisher erfolglos. Die Krise hat sich zur nationalen Katastrophe ausgeweitet. Für die Krisenregion Louisiana wurde der Notstand ausgerufen. Während mehrerer Überflüge über den Golf von Mexiko konnte der deutschen TerraSAR-X Satellit Radarbilder aufnehmen, die den ausgedehnten Ölteppich auf der Meeresoberfläche zeigen. Die Karten des ZKI stellen sowohl das Ausmaß des Ölteppichs im Golf von Mexiko sowie dessen zeitliche Veränderung auf Basis der TerraSAR-X Daten dar.
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