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Erdbeben in China: Satellitenbildkarten für das Deutsche Rote Kreuz

Am 12. Mai 2008 ereignete sich 90 km nordwestlich von Chengdu in der Provinz Sichuan das stärkste Erdbeben in China seit 1976. Auf das Beben der Stärke 7,8 auf der Richter-Skala folgten viele starke Nachbebeben, die große Schäden in der ganzen Region verursachten. Es wurden mehr als 69.000 Tote gezählt, 374.141 Verletzte und 17.469 Vermisste (GOV CHN, 12. Juni 2008). Die Erschütterungen zerstörten über 80 Prozent der Gebäude in der Gegend, über 5 Millionen Menschen wurden obdachlos.

Die Stadt Dujiangyan mit ihren 600.000 Einwohnern war unter den am stärksten betroffenen Siedlungen. So schnell wie möglich wurden Hilfskräfte, Armee Einsatz-Truppen und andere Organisationen in das Katastrophengebiet entsandt. Nationale Hilfskräfte organisierten den Einsatz mit Unterstützung von verschiedener Seite. Am 26. Mai baute das DRK ein mobiles Krankenhaus auf - ausgestattet mit 120 Betten, einem Operationssaal, einem Labor und einer Entbindungsstation. Schon über 12.000 Personen wurden hier medizinisch versorgt, bis zu 300 Personen am Tag.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fragte als Nutzer von Respond Produkten Karten von Dujiangyan mit dem Krankenhaus an. Daraufhin wurden FORMOSAT-2 Satellitenbilder bestellt und durch das DLR bearbeitet. Die Bilder sind am 5. Juni 2008 mit einer Auflösung von 2 m aufgenommen worden. Aus diesen Daten wurden zwei Karten generiert: eine Übersichtskarte und eine Detailkarte auf der die Stadt Dujiangyan und das DRK-Krankenhaus dargestellt sind.

ZKI Satellitenbildkarten: Dujiangyan, China

20. Juni 2008 - 00:45 UTC

Die Karten des ZKI zeigen die Stadt Dujiangyan sowie die Umgebung des mobilen Krankenhauses des DRK.  Mehr ...

 

 

 
Erdbeben in China
Teilnehmende Helmholtz-Zentren:
Alfred-Wegener-Institut (AWI)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ Potsdam)
GKSS Forschungszentrum Geesthacht