TerraSAR-X: Neuer Radarsatellit kartiert Flut in England
Stark- und Dauerregenereignisse, hervorgerufen durch außergewöhnliche Wetterbedingungen, führten im Juni 2007 in Teilen Englands zu großflächigen Überschwemmungen. Ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet hatte sich über Teilen von Wales und England festgesetzt. So wurden an einer Reihe von Wetterstationen in den Grafschaften Yorkshire, Lincolnshire und den Midlands die höchsten Niederschlagswerte der vergangenen 10 Jahre gemessen.
Die Ausdehnung der Hochwasserflächen wurde am 3. Juli erstmals vom deutschen Satelliten TerraSAR-X aufgezeichnet, der seit seinem Start im Juni mit einer Bodenauflösung von bis zu einem Meter eine neue Qualität der satellitengestützten Erfassung von Überschwemmungen ermöglicht. TerraSAR-X, der sich derzeit noch in der Inbetriebnahmephase befindet, wird im Rahmen eines Private-Public-Partnership-Vertrages vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und der Infoterra GmbH gemeinsam betrieben.
Ende Juli kam es in England ein weiteres Mal zu großflächigen Überschwemmungen, wobei diesmal die westlich von London gelegenen Grafschaften Worcestershire, Gloucestershire und Oxfordshire am stärksten betroffen waren. Auch hier wurden vom Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am DLR Kartenprodukte erstellt, wobei sich die hervorragende Eignung von TerraSAR-X zur Erfassung von Hochwasserereignissen erneut bestätigte.
Im Zusammenhang mit beiden Überflutungen wurde von der britischen Umweltbehörde die International Charter "Space and Major Disasters" ausgelöst, so dass für die Kartierungen des ZKI auch Daten der Satelliten Envisat (ASAR) und Radarsat zur Verfügung standen.
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