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DISFLOOD Projekt gestartet

Am 17. November 2005 fand am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen das Kickoff-Meeting für das DISFLOOD Projekt statt. DISFLOOD (Disaster Information System for Large-Scale Flood Events using Earth Observation) wurde in Kooperation zwischen dem Helmholtz-Forschungsnetzwerk "Integrated Earth Observing System" (Helmholtz-EOS) und der United Nations University Bonn, Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) initiiert. Ziel dieses Projektes ist es mit Hilfe von aktuellen Methoden der Fernerkundung, Modellierung und der Einbeziehung von sozioökonomischen Daten ein Hochwasser-Informationssystem für große Flusseinzugsgebiete in Deutschland zu entwickeln. Damit sollen eine schnellere Gefährdungs- und Schadensabschätzung gewährleistet sowie die Erhöhung der öffentlichen Aufmerksamkeit und die Unterstützung von politischen Entscheidungsträgern erreicht werden.

Im Rahmen des Kickoff-Meetings in Oberpfaffenhofen kam es zum ersten Zusammentreffen der vier Doktoranden, welche in den nächsten drei Jahren an den drei beteiligten Institutionen (UNU-EHS Bonn, GFZ Potsdam und DLR Oberpfaffenhofen) in enger Kooperation forschen und arbeiten werden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einer Ansprache durch den Direktor von UNU-EHS, Prof. Dr. Janos J. Bogardi, stellten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte im Rahmen von DISFLOOD vor. Hierbei bringt das DLR mit dem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation seine Kompetenzen im Bereich Fernerkundung, Notfallkartierung und Katastrophenmonitoring ein, während das GFZ mit der der Abteilung Ingenieurhydrologie seine Expertise im Bereich der hydrologischen und hydraulischen Prozessmodellierung beisteuert. UNU-EHS stellt für DISFLOOD das Expertenwissen zur Vulnerabilitäts- und Gefährdungsbeurteilung unter anthropogenen Gesichtspunkten zur Verfügung. In der abschließenden Gesprächsrunde wurden gemeinsame Ziele und Vorgaben, die aktuelle Datenverfügbarkeit sowie inhaltliche Eckpunkte der zukünftigen Aufgaben und Zusammenarbeit besprochen. Ein erster regionaler Forschungsschwerpunkt wird auf dem Elbehochwasser des Jahres 2002 liegen.

Die vier Doktoranden im DISFLOOD Projekt sind:

Marion Damm
(UNU-EHS Bonn)
Alexander Fekete
(UNU-EHS Bonn)
Steffi Uhlemann
(GFZ Potsdam)
Hendrik Zwenzner
(DLR Oberpfaffenhofen)

 

 

 
Teilnehmende Institutionen:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ Potsdam)
United Nations University, Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS)